Ein Jahrzehnt Vorarbeit zahlt sich aus – optimaler Schutz für die, die uns schützen

Stadt Bad Neustadt schließt die Umstellung ihrer Feuerwehren auf ein neues Schutzkleidungskonzept ab

Was vor knapp zehn Jahren als Pilotprojekt in der Kernstadtwehr begann, fand 2026 nun seinen Abschluss. Die Schutzkleidung der Feuerwehr Bad Neustadt a. d. Saale wurde nun auf das gesamte Stadtgebiet ausgerollt. Nach der Erprobung und während der sukzessiven Ausstattung der Kernstadtwehr folgte bereits eine Stadtteilwehr und im vorletzten Jahr schloss sich endlich der Kreis mit der Entscheidung, die Beschaffungsmaßnahme für das gesamte Stadtgebiet einzuleiten. Zu den bereits vorhandenen Garnituren in Bad Neustadt und Brendlorenzen hat die Stadt knapp 130 neue Sätze beschafft und dafür rund 200.000 Euro bereitgestellt.

Das nun beschaffte Modell der Firma Texport ist das Ergebnis eines sorgfältigen Recherche- und Auswahlprozesses. Hierzu hatte die Feuerwehr Bad Neustadt 2016 einen klaren, gewichteten Anforderungskatalog erarbeitet. Neben der Erfüllung aktueller Schutzstandards sollte die neue Kleidung vor allem bei folgenden Eigenschaften überzeugen, die sich aus den regelmäßigen Einsatzszenarien unserer Feuerwehr ableiten: Zuverlässigen Schutz vor Witterungseinflüssen, gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr, praxisgerechte Inspektions- und Wartungsmöglichkeiten, durchdachte Ergonomie, eine visuelle Anlehnung an die bereits bestehenden Modelle.

Gerade dieser letzte Punkt war für die Kommandantur wesentlich, da von Anfang an klar war, dass nach der Erprobungsphase erst eine schrittweise, bedarfsorientierte Umstellung der Schutzkleidung erfolgen kann und somit ein „Mischbetrieb“ über mehrere Jahre absehbar war. Uniformität ist hier mehr als Ästhetik. Sie stiftet Identität und sorgt im Einsatz für schnelle, klare Erkennbarkeit.

Zwei Garnituren für unterschiedliche Einsatzszenarien

Die neue Ausstattung besteht aus zwei aufeinander abgestimmten Systemen, die unseren Ehrenamtlichen in allen Einsatzlagen hervorragenden Schutz und Tragekomfort bieten. Für den Atemschutzeinsatz kommt eine Jacke mit passender Hose in einer Light-Version zum Einsatz, die dank ihres reduzierten Aufbaus auch bei sommerlichen Temperaturen tragbar bleibt und somit für alle Einsatzlagen funktioniert, ohne auf Schutz verzichten zu müssen. Bei Lageänderungen oder spontanen Folgeeinsätzen wird durch einen reinen Tausch der mitgeführten Jacke die Schutzstufe des Anzugs variiert. Für den Bereich der Technischen Hilfe steht eine leichte Jacke bereit, deren hochsichtbarer Besatz im Schulterbereich für zusätzliche Sicherheit sorgt. Sie erhöht die Warnwirkung im fließenden Verkehr und verbessert die Erkennbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger und Einsatzkräfte, etwa bei Einsätzen im öffentlichen Raum oder bei Veranstaltungen.

„Mit dem nun abgeschlossenen Rollout endet ein zehnjähriger Prozess, der zeigt: Gute Ausstattung braucht Zeit, Weitblick und die Bereitschaft, ein einmal bewährtes Konzept konsequent zu Ende zu denken“, so Bürgermeister Michael Werner.

Stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes Sara Lanzillotta und Bürgermeister Michael Werner (Mitte), Tanja Dietz, Mitarbeiterin des Ordnungsamtes und aktive Feuerwehrfrau, sowie Gerätewart Fabian Herbert in den beiden Varianten der neuen Schutzkleidung. Foto: Christian Stubenrauch

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