Stadtwappen

Beschreibung

„In Rot eine von rechts und links aufsteigende silberne Zinnenmauer, oben besetzt mit einem silbernen Rundturm mit blauem Kuppeldach, unten beiderseits je ein silberner Zinnenturm; im Dreieck unter den Mauern ein wachsender, goldener gekleideter Bischof mit aufrechtem Schwert in der Rechten und silbernen Bischofsstab in der Linken.“

 

Bedeutung

Der Mauerabschnitt mit den drei Türmen soll die mittelalterliche Stadtbefestigung wiedergeben.
Der Bischof des Wappens stellt den Fürstbischof als Landesherrn mit Mitra und Pluviale dar.

 

Datum der Annahme des Wappens bzw. der ersten historischen Abbildung

Erste bekannte Stadtsiegel bzw. -wappen erschienen auf Urkunden aus den Jahren 1277, 1282 1294 und 1317 sowie einigen anderen Urkunden, allerdings ohne genaue Zeitbestimmung.

Ansprechpartner

Stadt Bad Neustadt a. d. Saale
Rathausgasse 2
97616 Bad Neustadt a. d. Saale

Telefon: 09771/9106-0
Telefax: 09771/9106-109

E-Mail: info(at)bad-neustadt.de

Stadtgeschichte

Kurzfassung der Stadtgeschichte
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Kurzfassung der Stadtgeschichte

von Dr. Ludwig Benkert

 

Vorgängersiedlung

Pfalz Salz, 790 von Karl d.Gr. erbaut (genauer Standort unbekannt).

Ersterwähnung

1232 als bischöflich-würzburgische Gründungsstadt (nova civitas).

Stadtrecht

Ursprünglich bischöflich-würzburgische Amtsstadt mit Schultheiß und Schöffenrat (13. Jh.), später Bürgermeister mit (zeitweise erweitertem) Stadtrat (ab 14. Jh.); 1803-06 kurfürstlich-bairische, 1806-14 großherzoglich-würzburgische, 1814-1918 königlich-bayerische, seit 1914 bayerische Stadtgemeinde.

Ältestes erhaltenes Stadtsiegel: 1267 (Bruchstück), 1282 (vollständig).

Stadtbefestigung

Mittelalterlicher Stadtmauerring fast vollständig erhalten.

Hohntor (Wahrzeichen) 1578/80 neuerbaut.

Geschichte

Die am Fuße der Salzburg (12. Jh.) gelegene Amtsstadt Neustadt an der Saale war im Mittelalter wie auch später Zentrum im fränkischen Oberland. Aus ihr stammt Margarethe Lindemann, die Mutter Martin Luthers. Im Bauernkrieg wurde die Stadt auf die Seite der Aufständischen gezwungen und danach vom bischöflichen Landesherrn hart bestraft. Während der Gegenreformation unter Julius Echter (1586/87) wurden 90 protestantische Familien der Stadt und des Landes verwiesen. Nur schwer erholte sich die Stadt auch von den großen Verlusten an Menschen und Vermögenswerten des Markgräfler Krieges (1553/54) und des 30jährigen Krieges (vor allem 1631-48).

Stadtentwicklung

19. Jahrhundert: Ausbau der Eisenbahnlinien, das Handels- und Handwerkerstädtchen mit seinen zahlreichen Jahr- und Viehmärkten erlebte einen merklichen Aufschwung.

20. Jahrhundert: Niederlassung mehrerer Industriebetriebe (Fränkische Emaillier- und Stanzwerke, die Firmen Preh, Jopp, Siemens, Forbach, Kunert).

Eingemeindung, von Bad Neuhaus 1934 seither Bad Neustadt, brachte mit dem Heilbad einen neuen Erwerbszweig ein, das sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Klinikstandort entwickelt hat (u.a. Psychosomatische Klinik, Herz- und Gefäßklinik, Neurologische Klinik, Klinik für Handchirurgie).

Gebietsreform: 1972-1978 mit den Eingemeindungen von: Brendlorenzen, Dürrnhof, Lebenhan, Herschfeld, Mühlbach, Löhrieth

Literatur

Ludwig Benkert: Bad Neustadt. Die Stadtchronik, Bad Neustadt/Creußen, 1985